Ehrung im Kölner Rathaus

K.J. Zülch-Preis der Max-Planck-Gesellschaft verliehen

18. September 2019

Klassische Musik und viel Lob für exzellente Forschung prägten die Verleihung des „Klaus Joachim-Zülch Preis“ am Donnerstagabend im alten Rathaus der Stadt Köln. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis, verliehen durch die Gertrud-Reemtsma-Stiftung der Max-Planck-Gesellschaft, ging dieses Jahr an Prof. Dr. Adrian Krainer und Prof. Dr. Richard Finkel für eine neue Therapie bei Muskelschwäche.

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Laudatorin Brunhilde Wirth, Herbert Jäckle, Preisträger Adrian R. Krainer, Preisträger Richard S. Finkel, Anna Katharina Zülch, Jan Philipp Reemtsma, Laudator Stephan Zierz (von links nach rechts)

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes eröffnete als Gastgeberin der Stadt Köln den Abend: Sie hob den besonderen Forschungserfolg der beiden Preisträger hervor. „Ich bin froh, dass ich Ihnen heute Abend gratulieren darf. Köln ist eine Stadt der renommierten Forschung. Die Wissenschaft ist fest mit der Stadt verbunden.“

Verliehen wurde der Preis von Prof. Dr. Herbert Jäckle, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen. „Den Preisträgern ist der Brückenschlag vom Reagenzglas zu den Patienten gelungen“, so Jäckle. Er dankte Familie Reemtsma für die Stiftung des Preises und würdigte die Arbeit der Forscher als „bahnbrechende Grundlagenforschung“.

Den Zülch-Preis hat Gertrud Reemtsma zum Gedenken an ihren Bruder, Professor Doktor Klaus-Joachim Zülch gestiftet. Zülch war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978 Direktor des Max-Planck-Institutes für Neurologische Forschung, heute Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, und der Neurologischen Klinik der Kliniken der Stadt Köln. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und wurde in den vergangenen Jahren immer an mehrere Wissenschaftler gemeinsam verliehen.

Nach Laudationen durch Prof. Dr. Brunhilde Wirth von der Universität zu Köln und Prof. Dr. Stephan Zierz von der Universität Halle folgten Festvorträge beider Preisträger.

„Ich fühle mich sehr geehrt diesen Preis zu erhalten. Ich habe meine ganze wissenschaftliche Karriere der Erforschung des RNA-Spleißens gewidmet. Es gibt keine größere Auszeichnung für einen Grundlagenforscher wie mich, als diese Forschung anzuwenden und das Leben von Patienten zu retten“, so Prof. Dr. Adrian Krainer.

„Ich freue mich sehr diesen Preis zusammen mit meinem Freund Adrian Krainer zu erhalten.“, erklärt Prof. Dr. Richard Finkel. Er stellte in seinem Vortrag die Entwicklung der Gentherapie, von der Entdeckung des Proteins bis zu der Anwendung im Patienten dar.

Anschließend an die Preisverleihung trugen sich die Preisträger in das Gästebuch der Stadt Köln ein.

Zur Redakteursansicht