Forschungsschwerpunkt:
Neuronale Regulation des Energiestoffwechsels

Das übergreifende Ziel der Forschung am MPI für Stoffwechselforschung ist das genaue Beschreiben der physiologischen Regulationsprinzipien des Energie- und Glukosestoffwechsels sowie der genetischen und Umweltfaktoren, die diese Selbstregulation verändern und zu Erkrankung führen. Mit Erreichen dieses Ziels beabsichtigen wir letztlich, neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren. Dies ist der erste Schritt, um neue Behandlungen gegen Fettleibigkeit und mit Fettleibigkeit assoziierten Erkrankungen zu entwickeln.

Wie wir die Forschungsziele erreichen

Zu diesem Zweck verwenden Forscher am Institut modernste Methoden und Technologien und verfolgen translationale Strategien. Letztere reichen von Studien in Zellkulturen, die zugrunde liegende molekulare Mechanismen entschlüsseln, bis hin zu solchen an Modellorganismen, die Regulationsmechanismen beschreiben. Schließlich werden Hypothesen getestet, die aus diesen Ansätzen abgeleitet wurden: mittels funktionaler Bildgebung bei gesunden Probanden sowie bei Patienten, die an Fettleibigkeit oder an mit Fettleibigkeit assiziierten Erkrankungen leiden.

Die Forschungsinteressen der Forschungsgruppen im Überblick

Das Hauptanliegen der Forschungsgruppe Neuronal Control of Metabolism gilt dem Enträtseln der grundlegenden Regulationsprinzipien, die es Neuronen ermöglichen, Ernährungshinweise wahrzunehmen. Es gilt den neuronalen Schaltkreis zu bestimmen, der verantwortlich ist für die abgestimmte Anpassung von Verhalten und vegetativer Reaktion.

Die Forschung der Gruppe Noncoding RNAs and Energy Honeostasis zielt darauf ab, neuartige nichtkodierende RNAs als innovative Zielstrukturen für die Behandlung von Adipositas und Typ 2 Diabetes zu nutzen.

Die mit Adipositas einhergehenden Entzündungen stellen möglicherweise eine Verbindung dar zwischen Adipositas und Krebs. Die Obesity and Cancer Forschungsgruppe untersucht diesen und andere stoffwechselbedingte Zusammenhänge mit Mausmodellen für Leber- und Dickdarmkrebs.

Eine Besonderheit des Instituts ist die Verknüpfung von biologischer Grundlagenforschung mit Anwendungsaspekten im Bereich der menschlichen Physiologie und in Bezug auf Erkrankungsmechanismen. Dieser sog. translationale Ansatz wird von der Translational Neurocircuitry Group aufgegriffen. Wir interessieren uns hierbei insbesondere für die Mechanismen, die der Wechselwirkung von Stoffwechselprozessen mit menschlichem Verhalten zugrunde liegen.

Etablierte Forschungskooperationen

Die Forschungsarbeit am Institut findet in einer interdisziplinären Umgebung statt. Sie wird unterstützt durch mehrere ortsansässige Service-Einrichtungen. Das Institut liegt zentral auf dem Campus der Universität zu Köln und der Universitätsklinik Köln. Als unmittelbare Nachbarn und wissenschaftliche Partner können die naturwissenschaftliche und medizinische Fakultät der Universität zu Köln, das Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns sowie das Center for Advanced Studies (CAESAR) in Bonn benannt werden.

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